Warum wachsen Ihre Nägel nicht? Ursachen verstehen und gezielt gegensteuern
1. Jahreszeitliche EinflĂĽsse
Nägel wachsen im Sommer nachweislich schneller als im Winter. Wärme fördert die Durchblutung – und damit auch die Versorgung der Nagelmatrix, also des Bereichs, in dem neue Nagelzellen gebildet werden. In der kalten Jahreszeit hingegen verlangsamt sich der Stoffwechsel, die Hände sind schlechter durchblutet und oft trockener. Das Ergebnis: brüchigere Nägel und scheinbar stagnierendes Wachstum.
2. Vernachlässigte Nagelhautpflege
Gesunde Nägel beginnen an der Nagelwurzel. Wird die Nagelhaut nicht gepflegt, trocknet sie aus, reißt ein oder entzündet sich, kann das das Wachstum beeinträchtigen. Regelmäßiges, sanftes Zurückschieben der Nagelhaut und pflegende Öle unterstützen eine stabile Nagelbasis.
3. Altersbedingte Veränderungen
Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die Zellteilung im gesamten Körper – auch im Nagelbett. Nägel wachsen dann langsamer und wirken oft dünner oder trockener. Das ist ein natürlicher Prozess, lässt sich jedoch durch gezielte Pflege positiv beeinflussen.
4. Stress und hormonelle Veränderungen
Chronischer Stress wirkt sich auf viele körperliche Prozesse aus – darunter auch das Nagelwachstum. Hormonelle Schwankungen, beispielsweise in den Wechseljahren oder bei Schilddrüsenproblemen, können ebenfalls dazu führen, dass Nägel langsamer wachsen oder brüchiger werden.
5. Nährstoffmängel
Nägel bestehen hauptsächlich aus Keratin – einem Protein. Fehlt es an Eiweiß, Eisen, Zink, Biotin oder bestimmten B-Vitaminen, kann das Wachstum beeinträchtigt sein. Brüchige, weiche oder splitternde Nägel sind häufig ein Hinweis darauf, dass der Körper nicht optimal versorgt ist.
6. Mechanische Beanspruchung
Oft wachsen Nägel durchaus – brechen aber schneller ab, als sie sichtbar länger werden. Häufiges Händewaschen, aggressive Reinigungsmittel, das Öffnen von Dosen mit den Nägeln oder unsachgemäßes Feilen führen zu Mikroschäden. Auch Gel- oder Acrylnägel können bei unsachgemäßer Entfernung die Nagelplatte schwächen.
7. Falsche Pflege oder minderwertige Werkzeuge
Stumpfe Nagelscheren, ungeeignete Feilen oder unsaubere Schnitte führen zu Rissen in der Nagelstruktur. Diese breiten sich aus und lassen den Nagel abbrechen, bevor er Länge aufbauen kann. Präzise, hochwertige Instrumente und eine schonende Technik sind entscheidend.
8. Gesundheitliche Ursachen
In seltenen Fällen können chronische Erkrankungen, Durchblutungsstörungen oder Stoffwechselprobleme das Nagelwachstum beeinflussen. Wenn Nägel sich stark verändern, verfärben oder sehr langsam wachsen, lohnt sich eine ärztliche Abklärung.
Was können Sie konkret tun?
– Hände im Winter warm halten
– Nagelhaut regelmäßig pflegen
– Nägel schonend feilen statt reißen
– Auf ausgewogene Ernährung achten
– Stress reduzieren
– Reinigungsarbeiten mit Handschuhen erledigen
Wichtig ist: Nägel wachsen durchschnittlich etwa zwei bis drei Millimeter pro Monat. Geduld gehört also dazu. Wenn Sie jedoch verstehen, welche Faktoren Ihr Nagelwachstum beeinflussen, können Sie gezielt gegensteuern – und Ihren Nägeln die besten Voraussetzungen für gesundes, stabiles Wachstum geben.
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