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Die Form der Augenbrauen natürlich trimmen, ohne zu viel wegzunehmen

Natürlich geformte Augenbrauen wirken oft am schönsten, wenn man ihnen ihre Struktur lässt. Nicht jedes Härchen muss exakt in einer Linie liegen und nicht jede Braue braucht ein regelmäßiges Trimming. Gerade bei kräftigen, längeren oder sehr widerspenstigen Brauen kann eine kleine Korrektur mit der Schere aber sinnvoll sein. Entscheidend ist weniger ob man schneidet, sondern wie viel.
Augenbrauen Schneiden

Zupfen oder schneiden – was ist eigentlich der Unterschied?

Beide Techniken verändern die Form der Augenbrauen, aber auf unterschiedliche Weise.

Mit einer Pinzette wird das Haar mitsamt der Wurzel entfernt. Sie eignet sich deshalb vor allem für einzelne Härchen außerhalb der gewünschten Brauenform - etwa unterhalb des Bogens oder zwischen den Augenbrauen.

Beim Trimmen mit der Schere bleibt das Haar dagegen erhalten und wird lediglich gekürzt. Das kann sinnvoll sein, wenn einzelne Härchen deutlich länger sind als der Rest, über die natürliche Kontur hinausragen oder sich auch mit Brow Gel nur schwer bändigen lassen.

Wer eine volle, natürliche Braue erhalten möchte, sollte deshalb nicht automatisch zu einer der beiden Methoden greifen, sondern zuerst schauen: Muss dieses Haar wirklich entfernt werden - oder ist es lediglich etwas zu lang?

Warum manche Brow-Profis vom Schneiden abraten

Es gibt durchaus gute GrĂĽnde, Augenbrauen nicht oder nur sehr zurĂĽckhaltend zu trimmen.

Längere Härchen tragen häufig zur Dichte und natĂĽrlichen Struktur der Braue bei. Werden zu viele davon gekĂĽrzt, kann die Braue plötzlich dĂĽnner, kantiger oder ungewöhnlich kompakt wirken. Besonders problematisch wird es, wenn alle Härchen auf eine einheitliche Länge gebracht werden. Eine Augenbraue ist schlieĂźlich keine Hecke.

Das Ziel sollte daher nicht sein, eine perfekt gerade Oberkante zu schneiden. Meist genügt es, einige wenige auffällige Härchen zu korrigieren.

So findet man heraus, welche Härchen wirklich zu lang sind

Vor dem Schneiden sollten die Brauen zunächst in ihre natürliche Richtung gebürstet werden. Anschließend kann man einzelne Härchen vorsichtig etwas nach oben kämmen.

Jetzt zeigt sich meist schnell, welche Haare tatsächlich deutlich über die übrige Form hinausragen.

Diese Härchen können mit einer feinen, gut kontrollierbaren Schere einzeln und nur an der Spitze gekürzt werden. Danach die Braue wieder in ihre natürliche Lage bürsten und neu beurteilen. Oft reicht bereits eine minimale Korrektur.

Lieber zweimal hinschauen als einmal zu viel schneiden

Beim Trimmen gilt eine einfache Regel: weniger ist mehr.

Augenbrauen verändern ihre Wirkung erstaunlich schnell. Werden mehrere Millimeter zu viel abgeschnitten, lässt sich das Ergebnis nicht unmittelbar korrigieren – man muss warten, bis das Haar wieder nachgewachsen ist.

Deshalb:

  • immer nur einzelne auffällige Härchen kĂĽrzen
  • zunächst möglichst wenig abschneiden
  • nach jedem Schnitt die Braue wieder in Form bĂĽrsten
  • nicht versuchen, eine vollkommen gleichmäßige Linie herzustellen

Gerade kleine Unregelmäßigkeiten lassen Augenbrauen häufig natürlicher und voller wirken.

Wann Trimmen besonders sinnvoll sein kann

Wie häufig eine Augenbraue überhaupt geschnitten werden muss, hängt stark vom individuellen Haarwuchs ab.

Bei feinen oder eher kurzen Brauen kann es sein, dass eine Schere praktisch nie notwendig ist. Kräftige oder lange Augenbrauenhaare können dagegen deutlich über die Kontur hinauswachsen.

Das sieht man häufig auch bei Männern. Hier können einzelne besonders lange oder widerspenstige Härchen die gesamte Brauenform dominieren. Ein vorsichtiges Kürzen kann dann sofort gepflegter wirken, ohne dass die Augenbrauen sichtbar „gemacht“ aussehen.

Gerade hier ist ZurĂĽckhaltung wichtig: Ziel ist nicht eine kĂĽnstlich definierte Form, sondern lediglich etwas mehr Ordnung.

Die richtigen Tools machen feine Korrekturen leichter

Bei kleinen Detailarbeiten kommt es auf Kontrolle an.

Eine präzise Pinzette hilft dabei, einzelne Härchen gezielt zu entfernen, ohne unnötig in die natürliche Form der Braue einzugreifen. Eine feine Augenbrauen- oder Kosmetikschere wiederum ermöglicht es, einzelne längere Härchen kontrolliert zu kürzen.

NatĂĽrlichkeit entsteht nicht durch Nichtstun

Eine natĂĽrlich wirkende Augenbraue muss nicht vollkommen unbearbeitet sein.

Oft besteht gutes Brow Grooming gerade darin, nur dort einzugreifen, wo es wirklich nötig ist: ein einzelnes Haar zupfen, ein besonders langes Härchen kürzen, anschließend alles wieder in seine natürliche Richtung bürsten. Das Ergebnis sollte am Ende nicht nach perfekter Geometrie aussehen. Sondern einfach nach einer guten Augenbraue.

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